POTO MITAN Documentary on Haiti – Screening 17.04. in Berlin

•April 10, 2011 • Schreibe einen Kommentar

Poto Mitan
Haitian Women
Pillars of Global Economy

Sonntag, 17.04., 18 Uhr
Regenbogenkino, Kreuzberg, Berlin
Lausitzer Straße 22

U1 Görlitzer Bahnhof

OmeU, 50 min., USA 2009
In Anwesenheit des Regisseurs Mark Schuller
http://potomitan.net/

Anhand der Lebensgeschichten von Marie-Jeanne, Frisline, Hélène, Thérèse und Solange, fünf haitianischen Arbeiterinnen, gibt Poto Mitan der globalen Wirtschaft ein menschliches Gesicht.
Er gewährt einen Einblick in die Mechanismen der Globalisierung, Haitis gegenwärtige Krise und zeigt die Frauen, die dieses System herausfordern. Poto Mitan erzählt von Ausbeutung und Armut ebenso wie von Widerstand und Bewegung.
Die Frauen zeigen, dass trotz der Widrigkeiten, in einem von Armut geprägten Land, kollektives Handeln einen Wandel ermöglichen kann.

Told through the lives of Marie-Jeanne,Frisline,Hélène, Thérèse und Solange five courageous Haitian women workers, Poto Mitan gives the global economy a human face. Each woman’s personal story explains neoliberal globalization, how it is
gendered, and how it impacts Haiti. And while Poto Mitan offers in-depth understanding of Haiti, its focus on women’s subjugation, worker exploitation, poverty, and resistance demonstrates these are global struggle.

These five brave women demonstrate that despite monumental obstacles in a poor country like Haiti, collective action makes change possible.

HAITI Un pays perdu entre l’Europe et les Amériques? Ein vergessenes Land zwischen Europa und den Amerikas? A Forgotten Country Between Europe and the Americas?

•November 22, 2010 • Schreibe einen Kommentar

Haiti-Konferenz am Zentrum für Interamerikanische Studien, Innsbruck

02.-03. Dezember 2010

Viele Jahre war Haiti aus den Schlagzeilen verschwunden, nur sehr rar erwähnt als „failed state“, als „hoffnungsloser Fall“ mitten in einem aufblühenden Kontinent. Doch dann bebte am 12. Jänner dieses Jahres die Erde in Haiti. Plötzlich war das Land in aller Munde, die internationale Gemeinschaft verspricht Hilfe und Solidarität und trat sich am Flughafen von Port-au-Prince fast auf die Füße. Nach dem ersten globalen Aufschrei wurden leise erste Fragen gestellt: Warum ist das politische und wirtschaftliche Leben Haitis so fragil, dass der Wiederaufbau des Landes und des Staates bei Null zu beginnen scheint? Wie verlief die Geschichte Haitis zwischen der Selbstbefreiung aus Sklaverei und Kolonialherrschaft 1804, den Diktaturen von Vater und Sohn Duvalier und der Jahrhunderte dauernden Plünderung seiner Volkswirtschaft?

Wo steht Haiti nun elf Monate nach dem einschneidenden Erlebnis und mit seiner Geschichte? Was bleibt von dem „Kieselstein“, der „in der Sonne glänzt“, jenem „caillou au soleil“, den der haitianische Schriftsteller Dany Laferrière beschwor? Seine Antwort lautet: „Retten wird uns unsere Kultur“.

Das Spektrum der Vorträge reicht von Politik und Geschichte bis zu Fragen der Wirtschaft und der Sozialgeschichte, von Malerei und Musik bis zu Sprache und Literatur, von den kulturellen Initiativen der nordamerikanischen Diaspora bis zu den Einflüssen des Voudou. Mit Gérald Alexis, Hans Christoph Buch, Robert Chaudenson, Martina Kaller-Dietrich, Dany Laferrière, Frantz Voltaire u.a.

 

Programm

Haiti und Bill Clintons mea culpa…

•April 8, 2010 • Schreibe einen Kommentar

… und dieses Mal geht es nicht um persönliche Banalitäten, sondern das ökonomische Überleben eines gesamten Landes. Durch die von seiner Regierungen in den 1990er Jahren erzwungenen neoliberalen Reformen in Haiti wurde einem großen Teil der haitianischen Bauern die Lebens-und Wirtschaftsgrundlage entzogen. Vielen waren diese Zusammenhängen seit längerem bekannt. Auch dass Clinton schon darüber reflektiert hat, ist zu vermuten. Neu ist, dass die fatalen Ergebnisse dieser wirtschaftspolitischen Machenschaften resümiert werden und Clinton persönlich die Schuld dafür auf sich nimmt:

Hier ein Beitrag von Democrazy Now! mit Amy Goodman und Kim Ives.

Auch wenn es ob der Perversion US-amerikanischer Eingriffe in Haiti wohl tut, nachträgliche Selbstkritik zu hören, ist es letztendlich politische Taktik, oder wie Haiti-Experte Ives einschätzt: ein Bluff Clintons, der die Schlüsselworte benutzt, die die Menschen von ihm hören wollen.

New Orleans und Haiti – Wie Vodou die Wunden heilt, die Naturkatastrophen schlugen

•April 3, 2010 • 2 Kommentare
Leipziger Ethnologin forscht zum religiösen Umgang mit Naturereignissen

Wenn die Leipziger Ethnologin Maria Elisabeth Thiele Nachrichten von Wirbelstürmen, Flutwellen oder Erdbeben hört, dann ist sie nicht nur betroffen wie andere Menschen auch. Für sie haben solche erschütternden Ereignisse nicht selten auch wissenschaftliche Aspekte. Sie forscht zum religiösen Umgang mit Naturereignissen.Ihr wissenschaftlicher Mentor ist Prof. Dr. Bernhard Streck, Direktor des Institutes für Ethnologie der Universität Leipzig.

Die Spezialstrecke der Mitarbeiterin des Instituts für Ethnologie der Universität Leipzig sind die afroamerikanischen Kulturen, speziell die Vodou-Religion auf dem amerikanischen Doppelkontinent. „Deshalb hat es mich besonders interessiert, wie die Menschen von New Orleans nach dem Hurrikan Katrina im August 2005 diese verheerende Naturkatastrophe verarbeitet haben. Man hört nach solchen Ereignissen immer viel von (zum Teil nicht erfolgten) Rettungsaktionen, vom Wiederaufbau der Infrastruktur, von wirtschaftlicher Hilfe oder auch von technischen Prognosemöglichkeiten. Aber kaum einer spricht darüber, wie die Opfer selbst das Unfassbare doch irgendwie fassen konnten.“

Deshalb freute sich die junge Forscherin besonders über einen Preis des britischen Leverhulme Trust, der es ihr ermöglichte 2008 selbst nach New Orleans zu gehe. Sie suchte sich eine Unterkunft in einem der ältesten Schwarzen-Viertel der USA, lebte mit denen, die nach Katrina in der Stadt geblieben waren, erlebte deren noch immer andauernde Erstarrung. Bis ein neuer Wirbelsturm – Gustav – in Anmarsch war. Wie ihre Nachbarn musste auch die Ethnologin eilig ihre Sachen packen, wurde evakuiert, hockte im Notquartier. „Aber bei aller Dramatik – ich genoss so etwas wie die Gunst der Stunde. Die Menschen an meiner Seite waren aufgewühlt, die Blockade, die sie drei Jahre schweigen ließ, brach. Die Panik, die Angst, die Erinnerungen von damals kamen wieder an die Oberfläche. Und all die Fragen, die ich hatte, mit denen ich aber vorher niemanden bedrängen wollte, musste ich nicht mehr stellen. Alle redeten.“

Während dieser dramatischen Tage von New Orleans, fanden sich die Antworten auf die Fragen, die Maria Elisabeth Thiele für ihr Forschungsprojekt schon im Auge hatte: Welche Rolle spielen Weissagungen und Schutzrituale? Wie sehen Rituale zur Traumabewältigung aus? Wie reflektierte die spirituelle Kunst Naturkatastrophen? Und: Wie wird ein Naturereignis überhaupt erst zur Naturkatastrophe? „Diese letzte Frage war mir besonders wichtig. Denn eine Flut oder ein Sturm ist ja nicht von vornherein katastrophal, sondern erst, wenn Menschen traumatisiert, psychisch und physisch verletzt werden und mit extremen Verlusten konfrontiert sind. Und in der Regel sind dabei die sozial Schwachen besonders verwundbar. Der Grad der Benachteiligung durch Klasse, Ethnizität, Geschlecht oder Alter bestimmt das Ausmaß der Katastrophe.“

Vor Ort fand die Forscherin beispielsweise die Gelegenheit mit einem „root doctor“ zu sprechen, der ganz nach der magischen Tradition behandelte, Amulette und Zaubertränke anwandt, Einreibungen verteilte, die gegen Naturgewalten schützen sollten. „Aber dieser Mann war nicht ein „Voodoo-Zauberer“ wie aus Hollywood-Streifen. Sein Tun brachte den Menschen Vertrauen, Rückhalt und Mut.“

Nun beschäftigt sich die Leipziger Ethnologin natürlich mit dem erdbebenzerstörten Haiti, das aus religiöser Sicht der afroamerikanischen Kultur von New Orleans ähnelt. Beide Regionen wurden geprägt von den Religionen, die die aus ihrer afrikanischen Heimat in die Plantagen verschleppten Sklaven mitbrachten. „Ich würde gern vergleichen, welche Rolle der Vodou-Glaube in Haiti und bei den Afroamerikanern von New Orleans angesichts von Naturkatastrophen spielt. Darüber hinaus interessieren mich die Hilfsaktionen, die von New Orleanser Vodou-Anhängern für Haiti unternommen werden, denn da gibt es viele Verbindungen. Erstens leben zahlreiche Haitianer in New Orleans, zweitens wurden US-amerikanische Vodou-Priester/innen meist in Haiti initiiert und unterhalten dadurch fortdauernde Bündnisse mit haitianischen Tempeln.“

Die Bedeutung solcher Forschungen liegt allerdings nicht nur darin, dass bisher ungestellte Fragen endlich eine Rolle spielen und beantwortet werden. „Meines Erachtens müssen wir uns wissenschaftlich mit Fragen wie Vorhersagungen und dem rituellen Umgang mit Naturkatastrophen beschäftigen. Indigene, traditionelle kulturelle Techniken zur Prävention und Bewältigung könnten oft erheblich zur Begrenzung der Katastrophe beitragen und sollten nicht ignoriert werden.“

Auch für den Umgang der Religionen miteinander sei, so Maria Elisabeth Thiele, mehr Wissen übereinander und mehr Respekt voreinander nötig. „Es ist doch unglaublich, dass noch im 21. Jahrhundert ein so dramatisches Ereignis wie das Erdbeben von Haiti von einigen evangelikalen Stimmen als die endlich eingetroffene Gottesstrafe für den ‚Pakt mit dem Teufel‘ interpretiert wird, den die Haitianer eingegangen seien, als sie – ermutigt von ihren Vodou-Göttern – gegen die französischen Kolonialherren aufstanden.“ Auch dass in diesen Wochen die Hilfsorganisationen nicht selten auf Seelenfang gehen und die einheimischen Religionen bei dieser Gelegenheit zurückdrängen, dürfe nicht aus den Augen verloren werden. „Da viele Betroffene ihre Papiere beim Erdbeben verloren, nehmen sie jetzt das Angebot an, sich christlich taufen zu lassen. Der Taufschein gilt als Identitätsnachweis, der dringend benötigt wird, und viele Menschen haben Angst, ohne den ‚rechten Glauben‘ von den Hilfeleistungen ausgeschlossen zu werden.“

Wenn die Menschen von Haiti den ganz großen Schreck verarbeitet haben, will Maria Elisabeth Thiele – sofern sie die Finanzierung regeln kann – nach Haiti und auch wieder nach New Orleans reisen und ihre Arbeit komplettieren.

Quelle Universität Leipzig

Bush und die Haitianer – eine Realsatire

•März 26, 2010 • Schreibe einen Kommentar

Der US-Beauftragte für die Koordinierung der Nothilfe in Haiti, Ex-Präsident George Bush jr., zeigte unlängst wieder auf gewohnt schmerzfreie Art sein Verständnis von guten Menschen und besseren Menschen – wobei er sich selbst klar zu letzterer Kategorie zählt, wie aus folgender Situation ersichtlich:

Er schüttelt einem durch die Naturkatastrophe obdachlos gewordenen Haitianer die Hand und muss die durch diesen Kontakt entstandene Kontamination gleich wieder loswerden. Am besten am Hemd seines Kollegen und Amtsvorgängers Bill Clinton.

Zwei Fliegen mit einer Klappe – sowohl den Haitianern als auch Clinton hat er so gezeigt, wo der Hammer hängt…

Haïti Art Naïf – Ausstellung in Denkmalschmiede Höfgen

•März 9, 2010 • Schreibe einen Kommentar

Bertrand - Prozession

Nach den erschütternden Ereignissen in Zusammenhang mit dem Erdbeben in Haiti vom 12. Januar dieses Jahres will diese Sonderausstellung nachhaltig sensibilisieren und ein Zeichen der Hoffnung setzen. Die Studiogalerie zeigt erstmalig Werke von 16 herausragenden haitischen Malern der Gegenwart, darunter Frantz Zephirin (*1968), Henri Robert Brésil (1952–1999) und Seymour Bottex (*1923). Das Konvolut ist Teil der Sammlung des international ausgerichteten Künstlerhauses, die überwiegend aus Schenkungen besteht. In Korrespondenz zur Malerei werden Zeichnungen von Frantz Zéphirin aus dem Besitz von Ina-Maria Greverus vorgestellt. Geschichtliche Umstände und zeitweilige Isolation bereiteten in Haiti den Nährboden für außergewöhnliche künstlerische Entwicklungen, die bereits Picasso und die Surrealisten um André Breton faszinierten.

Alix Dorleus - Zwei Tiger

Die Denkmalschmiede Höfgen hat einen Spendenaufruf gestartet, um einen Kulturaustausch mit Haiti ins Leben zu rufen. Mit dieser Form einer nachhaltigen Kooperationsbeziehung soll gezielt der Wiederaufbau des Centre d’Art in Port-au-Prince unterstützt werden. Diese herausragende Ausbildungs- und Ausstellungsstätte wurde durch das Erdbeben zerstört.
Spendenkonto: Gesellschaft für Landeskultur e.V. (Förderverein der Denkmalschmiede Höfgen)
Kennwort: „Haiti Kulturaustausch“

Deutsche Bank Wurzen, BLZ: 860 700 24, Kontonummer: 228 630 063

Frantz Zephirin - Legende der Carib-Indianer

Ausstellungskatalog:
Mit Grußworten der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst,
Prof. Sabine von Schorlemer, und des Oberbürgermeisters von Grimma, Matthias Berger,
sowie mit Beiträgen von Dr. Claus Deimel, Prof. Dr. Ina-Maria Greverus, Prof. Gina Athena Ulysse, Ministerialrat a.D. Hans Wallow, Kristina Bahr und Dr. Kurt Uwe Andrich.
96 Seiten, Broschur, 17 x 22 cm, Preis: € 16,–
Denkmalschmiede Höfgen–Edition Wæchterpappel 2010, ISBN 978-3-933629-30-2

vom 07.03.2010 – 05.04.2010

in der Denkmalschmiede Höfgen

// // Teichstraße 11-12
04668 Grimma-Kaditzsch

Öffnungszeiten:
01.04.-31.10.: Di.-So. 10.00–13.00 u. 14.00–17.00 Uhr
Eintritt: 2,- / 1,- €

http://www.hoefgen.de/Ausstellungsprogramm/Info.html

Haiti – a man-made disaster

•März 7, 2010 • Schreibe einen Kommentar

The devastating earthquake of January 12th claimed at least 230 000 lives. A huge part of the building structure of Port-au-Prince is destroyed, more than half a million people are left homeless. The Inter-American Development Bank (IDB) claimed the earthquake to be the most expensive catastrophe in modernity. One, after which nothing will be the same in Haiti – hopefully.

Colonial Exploitation

Haiti was the beginning. The conquering of the New World started in 1492 with the Columbus„discovery“ of the Antilles and therewith the Americas. Within a few decades the Spanish had allbut eradicated the indigenous population, the Taino-Indians. As early as the middle of the 16thcentury slaves from the West African Gold-coast were imported. 1697, with the treaty of Ryswick ,the French took power over the western third of the island Hispaniola. Saint-Domingue, as it wascalled from then on, rose quickly to be the richest colony of France. First of all it was the sugarwhich served best to fill the French treasury. By the end of the 18th century Saint-Domingue wasmore profitable than all 13 North American colonies put together. Two thirds of the sugar distributed all over the world originated from the Caribbean colony. This colonial prosperity was adirect result of the violent oppression of the enslaved population. The exploitation in SaintDomingue was extraordinarily brutal even by colonial standards. The slaves had an anticipated life expectancy of 7  years once they stepped foot on the island. The demand for a labor force was so high that periodically the trans-Atlantic slave trade couldn’t keep up with the delivery of „human
resources“.

The Revolution

Following several failed uprisings the slaves allied in 1791 for a rebellion which would result in thefirst black republic in history. Under the leadership of Toussaint L’Ouverture the slaves achieved hegemony in Saint-Domingue. The newly invented Republic of France tried to bring the islandunder control with a maximum level of military power. Even though the universal human rights claim of the French Revolution was incompatible with the existence of colonies and slavery, France was not willing to apply the revolutionary ideals of liberty, equality and fraternity to it‘s „property“- the slave. The Napoleonic Army failed in the end and Jean-Jaques Dessalines proclaimed theRepublic of Haiti in 1804 – the first black republic in history, the second independent nation in the Americas. Only in Haiti the sublime principles which inspired the other important revolutions of this era, the French and the US-American, were unconditionally applied: the inalienable, natural rights of every human being. Isolation and Forced Reparation
The successful revolution left one third of the population dead and the prosperous plantation system destroyed. The following political and economic isolation of Haiti founded the ongoing misery of
the country. The existence of a nation of freed slaves was a non-tolerable thread to the status quo of the slave-owning states. France, under Charles X, demanded a high price for the political recognition of Haiti: 150 million gold francs (later reduced to 90 million) for the loss of French property, the slaves. In 1825, when Haiti faced bankruptcy as well as the next French invasion, the government agreed to the payment. The Haitians had to pay with money what they already had payed for with their blood. The requested sum took a large part of the state budget of the following decades and was still being paid in 1947, 122 years later. To be able to pay off the reparations Haiti was forced to take out loans from French private banks. So the Haitians were forced into slave labour, reparation payments and last but not least high interest rates. The impossible financial obligations were the beginning of the end for any hope for autonomy. Great Britain recognized the Haitian Republic in 1833, the USA not before they abolished slavery
themselves in 1863.

The US-occupation

Geopolitical interests were the main reason for the US-American intervention in Haiti in 1915. A peasant movement with communistic reputation was challenging the predatory government. The US-marines went in, mainly as a counterweight to the large economic influence of Germany in Haiti. The constitution was modified to enable foreign investment in Haiti. Waste parts of land were expropriated. Alone in the north 50 000 peasants were robbed of their small-holdings. The USA took over the National Bank of Haiti. Meanwhile the American marine-corps fought against the uprisings of the peasants, the cacos, with ultimate violence. By the end of the occupation in 1934 thousands of fatal casualties were to be lamented.

Cleptocracy and Free trade

The dictatorship of the Duvaliers (1957-1986), routinely called the most violent regime in Haitian history, was mostly tolerated by the International Community. In the era of the Cold War the USA preferred a dictator who positioned himself as a bulwark against communism as opposed to a second Castro in the Caribbean. Especially Jean-Claude Duvalier who inherited the presidency for life from his father François, ingratiated himself abroad with opening up the Haitian economy to neo-liberal reforms. The privatization of state property increased, import tariffs were constantly
reduced, sweatshops spread. Haitians produced goods, mostly textiles for international companies like Disney or Levis and were compensated with 11 us cents per hour. The ensuing economic catastrophe led to an ecological one. The forests were cut down. The individual in the rural areas tried to make a living by selling charcoal. Less than 2% of the former forest stand is now left. The ensuing deforestation led to massive soil erosion which withdrew the basis for the existence of a locally based peasant economy, already hit hard by international competition. The consequence was a rural exodus leading to a massiveincrease in slum dwellings like Cité Soleil, Lasaline and Bel Air in Port-au-Prince. The capital doubled in population size in a very short time frame.

In 1986 the majority of Haitians couldn‘t tolerate the oppression and misgovernment by the Duvalier regime any longer. In the course of massive public uprisings Jean-Claude Duvalier was deprived of power. After he plundered the treasury one last time Duvalier left the country in a US-Air force plane. A US-court asserted in 1988 that Duvalier misappropriated 504 million Dollars in public funds. Up to this day 5.1 million Euro are still frozen in Swiss bank accounts. The money that Duvalier procured adds up to 40 % of the horrendous debts of present day Haiti. Cephas Lumina, UN-expert on foreign debts, stressed the illegitimacy of such odious debts and advocated the moratorium of those debts.

The Flood

After Duavlier was forced into exile a noticeable political shift slowly took place. For a long time the will of the small Haitian elite and the military force ruled over the destiny of the Haitian masses. The politics of General Henry Namphy, Duvaliers successor, are best described as „Duvalierism without Duvalier“. The resistance against his measures led to the formation of a grass-roots movement consisting of peasant associations, trade unions and church community groups. Under the leadership of the liberation theologian Jean-Bertrand Aristide this movement formed into „lavalas“. Slowly but persistently the flood, lavalas in Creole, was able to enforce the claim for political participation of the long oppressed Haitian masses. Under Aristides‘ hands, the subaltern united for a collective project for social transformation. It provided a reasonable alternative in a country that has been largely shaped by social inequality. One percent of the elite commands more than half of the property. In 1990 for the first time in Haitian history free elections took place.
Aristide asserted himself against eleven competitors. With a turnout of 80% he got 67% of the votes – a veritable landslide.
His election accounted as the single most important event in recent Haitian history and was welcomed as a promising renewal of Haiti‘s fate after decades of autocratic leadership. Behind the curtain, opponents of Lavalas constantly worked against the elected government. As early as September 1991 a coup d’etat forced Aristide into exile. In 1994 he was reinstalled by the „upholding democracy operation“ of the US-government under President Clinton. Aristide had to meet heavy compromises: complete amnesty for the leaders of the coup and the years in exile had to be counted for years in office. Furthermore he had to make concessions to the International Monetary Fund (IMF). The import tariff on rice was reduced from 50% to 3%. Before that Haiti was able to cover it’s domestic demands and was almost self-sufficient in this respect. Afterwards US-companies took control over the rice market. The rice supply deterioration which resulted left
more than 40 000 peasants without any income. Today two thirds of rice is imported. After Aristide stepped back from power in 1995 his Lavalas companion René Préval was elected. In 2000 Aristide ran for office again and regained the vast majority of the votes. The result of these elections which was claimed to be a „big success“ by international polling monitors was annulled by the opposition. In reaction, the USA blocked loans that were already approved by the Inter-
American Development Bank (IDB). Also, after the eight controversial seats in parliament were removed, nothing changed. The loans that were an indispensable part of the economic recovery of Haiti weren‘t warranted at all throughout Aristide’s tenure and disabled Aristide’s ability to lead his country from „misery to poverty with dignity“.
The money that flowed into Haiti was mainly given to the political opposition and affiliated NGOs. Through a large number of activities, whose primary goal was the political destabilization of the government, Aristide was largely left incapable of ruling his country. The government stagnated and over a long time was unable to deal with the social projects whose promise put it into power. Accusations of human rights abuses ensued. The international perception of Aristide changed from the „moral authority“ similar to Nelson Mandela to a „tyrannic autocrat“. This atmosphere made a
new coup d’etat easy to accomplish. In February 2004 paramilitary forces backed by the USA, France and Canada, deprived Aristide from power and put him into exile in South Africa where he remains up to this day. Gerald Latorture, economic expert and former UN-employee, was implemented as interim president.

The International Community

After US-troops left the country in June 2004 the United Nations Stabilization Mission in Haiti (MINUSTAH) was implemented to secure public safety in post-coup Haiti. In the course of it’s mandate MINUSTAH got involved in several scandals which included civil casualties. The UN is regarded by a vast part of the Haitian population as an occupying force, willing to execute the demands of an oligarchical elite e.g. hunting down Lavalas supporters. But the critics don’t come solely from the outside. Even within MINUSTAH there have been frictions. The first military commander of  MINUSTAH, the Brazilian General Augusto Pereira Ribero asked to be released from duty. He was worried about potential prosecution for crimes against civilians that occurred under his command. He repeatedly complained about the pressure from the international community and the Haitian elite to use violence against civilians. His successor Urano
Teixeira da Mata Bacelar suddenly committed suicide after refusing to „cleanse Cité Soleil“, the biggest slum of Port-au-Prince and host to many Aristide supporters. Democratic elections were postponed for more than two years due to the unstable security situation. In 2006 René Préval was elected president for a second time and ever since tries to govern the „pearl of the Caribbean“ under unimproved conditions.

A Curse?

The French president Sarkozy regarded the donors conference of the friends of Haiti last month as the chance „to free the country from the curse that seemed to weigh on the country for centuries“. By this he transfigures the history of his own country as well as the history of Haiti. The miserable situation Haiti is stuck in is a direct consequence of the most violent system of colonial exploitation, ongoing neoliberal intervention and cleptocratic misgovernment. 2003, in the forefront of the bicentennial of the Haitian Republic, Aristide demanded a payback of the reparations paid to France which on a present day scale sum up to 21 billion US dollars. France called the claim „aggressive propaganda“ but nevertheless implemented a commission to check the demand. It concluded that the claim was unjustified. Haiti’s demands are based on the argument of illegitimacy because the young republic was faced with the thread of re-enslavement and forced
with military violence into accepting the reparations. The judicial foundation was the fact, that the French parliament proclaimed slavery to be a crime against humanity in 2001. Legal proceedings were initiated but it never came to trial: Aristide was overthrown. The coup d’etat was backed up by France.

The Chance

The earthquake made the disastrous situation of Haiti visible to the International Community. It is the task now to accept this legacy of history and correct committed injustice. That means the consequent continuation of the debt relief of the IDB, the IMF and other creditors that started in 2009 without counting it up with recent disaster relief. The illegitimacy of the reparations have to be judicially asserted and the French state has to be called to account.
Only this way can Haiti build up a stable economy and turn from a low-wage labor paradise into a country of extensive political and economic self-determination.

Andrea Steinke